Training bei extremer Kälte

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Brennende Lunge, tränende Augen, laufende Nase. Die Zehenspitzen fühlen sich eingefroren an. Training bei extremer Kälte unter dem Gefrierpunkt ist nicht immer lustig und auch nicht immer ungefährlich. Im folgenden möchte ich euch die Risiken näherbringen sowie nützliche Praxistipps vermitteln, damit ihr ein nachhaltiges Training mit Spaß erlebt.

Gerade zu Beginn des Trainings fröstelt es uns am meisten. Man bekommt häufig das Gefühl zu dünn angezogen zu sein. Dies sind die unangenehmsten Minuten im Training bei extremer Kälte.  Deshalb ist es von Vorteil, sich schon komplett angezogen ein paar Minuten zuhause aufzuhalten. Ideal eignen sich auch ein paar leichte Aufwärmübungen dafür. Ich nenne dies immer das Anschwitzen. Bei der richtigen Bekleidungswahl gilt auch hier das bekannte Zwiebelprinzip. Ich verwende ein Windstopper Unterhemd mit langen Ärmel von Gore RunningWear. Dadurch kann man dem häufig kalten Wind trotzen. Darüber ziehe ich dann ein Thermolaufshirt an. Dies reicht meistens schon aus. Ein absolutes No-Go sind bei kaltem Wetter kurze Laufhosen. Das demonstriert nicht wie abgehärtet, sondern eher wie unvernünftig man ist. Lange Thermolaufhosen sind wichtig um die Beinmuskulatur zu schützen und Verletzungen vorzubeugen. Im Winter sollte man stehts darauf achten den Kopf vor dem Auskühlen zu schützen. Er gibt mit den Händen die meiste Wärme ab. Zieht deshalb besser Handschuhe und eine Mütze oder Stirnband an. Zusätzlich sollte ein Buff oder Schlauchschal um den Hals nicht fehlen.

Viele Athleten haben allerdings Probleme bei starker Kälte uneingeschränkt zu atmen. Insbesondere wenn die Luft trocken und unter -5° Celsius sinkt ist es schwierig die eingeatmete Luft ausreichend auf dem Weg bis zur Lunge zu erwärmen. Wenn du ein Druckgefühl oder ein brennenden Schmerz wahrnimmst, solltest du dein Tempo drosseln und wenn möglich durch die Nase atmen. Unsere Nase erwärmt die eingeatmete Luft durch die Lunge deutlich besser. Dies ist dann schonender für die Lunge. Auch tiefe Atemzüge sind bei starker Kälte nicht besonders zu empfehlen, da die Lunge dadurch übermäßig auskühlt. Als kleiner Tipp für euch: Ich atme bei leichten Reizerscheinungen durch mein Halstuch. Der kondensierende Atem am Tuch befeuchtet beim Einatmen dann auch noch zusätzlich die Lunge.

Nach dem Training sollte man sofort warm Duschen und sich warm Anziehen. Ich mache mir meistens ein warmes Getränk und inhaliere ca. fünf Minuten mit einem Inhalator heißes Salzwasser ein. 51wzvvfzmxl-_sl1300_

Damit befeuchte ich meine strapazierte und trockene Lunge um Entzündungen an den Bronchien zu vermeiden.

Mit diesen Tipps solltet euch die Kälte nichts mehr anhaben und ihr uneingeschränkt euer Training genießen können.

Euer Olli

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